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Projekt Schule Zäziwil - Oberhünigen

Ausgangsgangslage

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Situation in Oberhünigen
Seit mehreren Jahren nehmen in der Gemeinde Oberhünigen die Schülerzahlen ab. Im Schuljahr 2015/16 umfasste die Schule 52 Schülerinnen und Schüler- im laufenden Schuljahr werden noch 27 Schülerinnen und Schüler in zwei Klassen unterrichtet. Der Kindergarten kann seit dem Schuljahr 2017/18 nicht mehr selbständig geführt werden - die Kindergartenkinder und seit laufendem Schuljahr auch die 1. Klasse werden daher in Zäziwil unterrichtet.

Eine Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden ist unumgänglich. Die Gemeinde Oberhünigen startete daher anfangs 2016 ein Schulprojekt, in welchem die künftige Ausrichtung der Schule umfassend und zu-sammen mit umliegenden Gemeinden geprüft wurde. Anlässlich eines Workshops, an welchem Behördenmitglieder und Lehrkräfte sowie Bürgerinnen und Bürger aus Oberhünigen und Vertretungen aus umliegenden Gemeinden (Behörden/Schulen) teilnahmen, wurden verschiedene Modelle für die Schule Oberhünigen skizziert, darunter auch das heute vorliegende Modell der Schule Zäziwil-Oberhünigen.

Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 9. Juni 2017 haben die Stimmberechtigten der Gemeinde Oberhünigen die Ausrichtung der Schule nach Zäziwil - Grosshöchstetten beschlossen und den Gemein-derat beauftragt, die Verhandlungen mit der Gemeinde Zäziwil aufzunehmen und die Zusammenarbeitsform zu konkretisieren.


Situation in Zäziwil
Im Schuljahr 2018/19 werden insgesamt 185 Schülerinnen und Schüler in der Schule Zäziwil unterrichtet (zwei Kindergartenklassen im Mehrzweckgebäude am Zelgweg 2 / sieben Klassen im Schulhaus). Der Schulraum ist heute ausgefüllt.

Mit der letzten Ortsplanungsrevision im Jahr 2013 wurden verschiedene Baugebiete ausgeschieden. Der Gemeinderat geht davon aus, dass bis ins Jahr 2025 über 100 neue Wohnungen entstehen. Die Schulraumplanung rechnet bis dahin mit einer Zunahme von schulpflichtigen Kindern.

Konkrete Zuwachsraten sind schwer plan- und voraussehbar. Eine Zunahme der Schülerzahlen im prog-nostizierten Ausmass kann mit dem heute zur Verfügung stehenden Schulraum nicht aufgefangen werden. Zudem ist der Raumbedarf durch veränderte Bedürfnisse (Klassenteilungen, individuelle Lernförderung, Anforderungen an Gruppenräume, etc.) grösser.

Zäziwil beabsichtigt, die Tagesschulangebote (v.a. den Mittagstisch) auszubauen und somit die Attraktivi-tät des Wohnortes Zäziwil zu stärken. Die Einhaltung der Anforderungen für die Tagesschule löst zusätzlichen Schulraumbedarf aus.

Die Nutzung der Schulräume in Oberhünigen bietet Zäziwil die einmalige Chance, für die prognostizierten Neuzuzüge gewappnet zu sein, da zusätzlicher Schulraum genutzt werden kann, ohne bauliche Vorkeh-rungen zu treffen.

Diese Ausgangslage hat den Gemeinderat und die Verantwortlichen der Schule darin bestärkt, das Projekt Schule mit der Gemeinde Oberhünigen vertiefter zu prüfen.

Projektgruppe

Die Gemeinderäte Zäziwil und Oberhünigen haben eine neue Projektgruppe gewählt, welche sich wie folgt zusammensetzt:

Vertretungen Zäziwil
- Flühmann Walter, Gemeindepräsident
- Gerber Marianne, Ressortleiterin Bildung Gemeinderat Zäziwil (Co. Leitung mit Beatrice Wittwer)
- Burkhalter Urs, Mitglied Bildungskommission Zäziwil
- Stalder Patrik, Schulleiter

Vertretungen Oberhünigen
- Wittwer Beatrice, Ressortchefin Bildung Gemeinde Oberhünigen (Co. Leitung mit Marianne Gerber)
- Glücki Thomas, Mitglied Gemeinderat Oberhünigen
- Oberli Gerber Brigit, Schulleiterin

Projektoffice
- Lanz Marlis, Gemeindeverwaltung Zäziwil

Externe Fachperson
- Schmid Heiner, Pädagogische Hochschule Bern (PH Bern)

Projektziele

  • Zwei Gemeinden - eine gemeinsame Schule
  • Oberhünigen überträgt die Bildungsaufgaben an die Gemeinde Zäziwil
  • Zäziwil nimmt die Schülerinnen und Schüler der Gemeinde Oberhünigen auf
  • Zäziwil organisiert künftig die Bildungsaufgaben für beide Gemeinden (inklusive Schülertransporte und Tagesschulangebote) im Rahmen eines Sitzgemeindemodelles (Sitzgemeinde: Zäziwil / Anschlussgemeinde: Oberhünigen)
  • Die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Zusammenlegung der Schulen werden geschaffen
  • Zäziwil nutzt das Schulhaus Oberhünigen als zusätzlichen Schulraum
  • Attraktive Schule für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitung, Behörden und gute Verankerung in beiden Dörfern
  • Überprüfung der Schulwege und Regelung der Schülertransporte Oberhünigen - Zäziwil sowie Reutenen - Zäziwil
  • Ausbau der Tagesschulangebote (v.a. Mittagstisch)
  • Finanzielles Gleichgewicht für beide Gemeinden
  • Umsetzung des Projektes ab 1. Januar 2019 (Zusammenlegung der Schulen ab Schuljahr 19/20).


Zeitplan

Schulraum / Organisation Schulbetrieb ab 2019/20

Die Klassen werden ab Schuljahr 2019/20 unter Einbezug der Schülerinnen und Schüler aus Oberhünigen wie folgt unterrichtet:

  • Kindergartenklassen: Kindergarten, Mehrzweckgebäude Zäziwil
    zwei Parallelklassen (5/6jährige Kinder gemischt)

  • 1. - 6. Klasse (Primarstufe) Schulhaus Zäziwil
    je zwei Parallelklassen (1./2. Klasse, 3./4. Klasse, 5./6. Klasse)

  •  7. - 9. Klasse (Realstufe) Schulhaus Oberhünigen
    zwei Parallelklassen (7. - 9. Klasse gemischt)

  • 7. - 9. Klasse (Sekundarstufe) Sekundarschule Grosshöchstetten

Schülertransporte / Zumutbarkeit Schulweg

Die Schülertransporte werden ab Schuljahr 2019/20 wie folgt organisiert:

Kindergarten bis und mit 6. Klasse:

  • Reutenen - Zäziwil
    Transport mit Schulbus

  • Oberhünigen-Zäziwil
    Transport mit Schulbus


Mit den geplanten Schülertransporten ab 1. August 2019 wird eine private Firma beauftragt. Der genaue Fahrplan wird aufgrund der definitiven Stundenpläne in Zusammenarbeit mit dem Anbieter festgelegt.

7. bis 9. Klasse:
Da die Schulwege der 7. - 9. Klasse (Realstufe und Sekundarstufe) generell als zumutbar beurteilt werden, sind im Projekt für die Oberstufenschülerinnen und -Schüler keine Transporte vorgesehen.

Für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe besteht die Möglichkeit, ein Gesuch für die frühzeitige Mofa-Prüfung (oder auch für E-Bikes) beim Strassenverkehrsamt zu stellen. Die Gesuche werden individuell beurteilt.

Tagesschul-Angebote

Das Tagesschulangebot soll ab Schuljahr 2019/20 wie folgt ausgebaut werden:

  • Mittagstisch Montag - Freitag (jeden Mittag) im Schulhaus Zäziwil, unabhängig vom Bedarf
  • Mittagstisch im Schulhaus Oberhünigen, falls genügender Bedarf vorhanden
  • Bei ungenügendem Bedarf in Oberhünigen besteht die Möglichkeit, im Schulhaus selber mitgebrach-tes Essen aufzuwärmen (Aufsicht ist gewährleistet).
  • Mittagsverpflegung durch Catering (wie bisher)
  • Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch pädagogisch geschulte Lehrpersonen
  • Kosten Mittagstisch zu Lasten der Eltern:
    maximal CHF 9.50 pro Mittagessen
    Betreuungskosten pro Schülerin und Schüler nach Kantonalem Tarif
  • Weitergehende Tagesschulangebote (z.B. Früh- und Nachmittagsbetreuung, Aufgabenhilfe) werden bei Bedarf eingeführt.

Rechtsgrundlagen

Folgende Rechtsgrundlagen wurden für die Umsetzung des Projektes neu geschaffen, respektive angepasst:

  • Ergänzung Organisationsreglement Zäziwil (Aufgabenübertragungen im Bereich Sekundarschule und Besondere Massnahmen), Anpassung Anhang I (Aufgaben Bildungskommission)
    Beschlussfassung durch die Gemeindeversammlung am 12. Dezember 2018

  • Organisationsreglement Oberhünigen (Aufgabenübertragung im Bereich Bildung an Zäziwil
    Beschlussfassung durch die Gemeindeversammlung am 5. Dezember 2018

  • Bildungsreglement Zäziwil (neu)
    Beschlussfassung durch den Gemeinderat Zäziwil nach Genehmigung der Rechtsgrundlagen unter dem Vorbehalt des fakultativen Referendums

  • Zusammenarbeitsvertrag zwischen den Gemeinden Zäziwil und Oberhünigen
    Beschlussfassung durch die Gemeinderäte Zäziwil und Oberhünigen

Beschlussfassende Gemeindeversammlungen

Sowohl in Oberhünigen wie auch in Zäziwil wurden die Vorlagen zum Projekt Schule Zäziwil-Oberhünigen mit grosser Mehrheit genehmigt.

Gemeindeversammlung Oberhünigen

An der Gemeindeversammlung Oberhünigen vom 5. Dezember 2018 nahmen 39 Stimmberechtigte sowie Vertretungen der Projektgruppe Schule Zäziwil-Oberhünigen teil. 

Ziel der Vorlage ist die Genehmigung der Aufgabenübertragung im Bereich Bildung an die Gemeinde Zäziwil. Hierzu muss die Gemeindeversammlung die entsprechende Rechtsgrundlage im Organisationsreglement genehmigen.

Anlässlich der Gemeindeversammlung wurden Fragen und Anmerkungen bezüglich der Strasse Zäziwil - Oberhünigen gestellt. Zuständig für Verkehrsberuhigungsmassnahmen ist der Kanton. Begehungen fanden bereits statt. Die Gemeinden werden ein Gesuch um Temporeduktion einreichen.

Die neue Zusammenarbeit wurde nicht in Frage gestellt. Schlussendlich wurde die Änderung des Organisationsreglementes mit den Anhängen I - III und die damit zusammenhängende Aufgabenübertragung des Bereiches Bildung an die Gemeinde Zäziwil mit 37 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen genehmigt. 

Nähere Informationen zum Projekt Schule Zäziwil-Oberhünigen können der Botschaft zur Gemeindeversammlung entnommen werden.


Gemeindeversammlung Zäziwil

An der Gemeindeversammlung in Zäziwil vom 12. Dezember 2018 nahmen insgesamt 145 Stimmberechtigte teil. Folgende drei Abstimmungsvorlagen zum Projekt Schule Zäziwil-Oberhünigen wurden ebenfalls mit grosser Mehrheit genehmigt:

- Änderung Orgnaisationsreglement, Anhang I (Zusammensetzung/Aufgaben Bildungskommission)
- Mietbetrag von jährlich CHF 80'000.00 für das Schulhaus in Oberhünigen
- jährlich wiederkehrende Kosten für Schülertransporte mittels Schulbus


Mit diesen Gemeindeversammlungs-Beschlüssen kann das Projekt wie geplant umgesetzt werden. Der Gemeinderat dankt der Bevölkerung für das Vertrauen in das Schulprojekt. Den Projektgruppenmitgliedern und dem Verwaltungspersonal wird ein grosser Dank für die gute und intensive Arbeit ausgesprochen. Ein Dankeschön geht auch an die Schulkommissions-Mitglieder sowie die Lehrkräfte der Schule Oberhünigen.

Gemeinderat Oberhünigen


Medien-Berichterstattung

Bern-Ost (Gemeindeversammlung Oberhünigen)
Bern-Ost (Gemeindeversammlung Zäziwil)
Wochenzeitung vom 13.12.2018 (Gemeindeversammlung Oberhünigen)
Wochenzeitung vom 20.12.2018 (Gemeindeversammlung Zäziwil)
Berner-Zeitung vom 14.12.2018

Neue Gewässerräume - Sicherung des Raumbedarfs von oberirdischen Gewässern

Das revidierte eidgenössische Gewässerschutzgesetz verlangt von den Kantonen die Ausscheidung von Gewässerräumen an allen oberirdischen Gewässern. Für die Festlegung sind die Gemeinden zuständig, welche den Gewässerraum verbindlich in ihrer Richt- und Nutzungsplanung definieren müssen. Dadurch sollen die natürlichen Funktionen, der Hochwasserschutz sowie die Nutzung der Gewässer (Unterhalt und Erholungsraum) gesichert werden. Der Gemeinderat hat das Ingenieurbüro Schmalz AG und das Planungsbüro Panorama AG mit den technischen und planerischen Arbeiten beauftragt.

Bisher wurde im Baureglement ein Bauabstand zum Gewässer definiert. Neu wird der Gewässerraum als Korridor im Zonenplan Gewässerräume grundeigentümerverbindlich festgelegt. Dieser umfasst sowohl das Gerinne als auch die beiden Uferbereiche.

Bestimmung des Gewässerraumes
Die Breite des Gewässerraumes auf Hoheitsgebiet von Oberhünigen wurde nach der bundesrechtlichen resp. kantonaler Gesetzgebung für jeden Gewässerabschnitt anhand der natürlichen Gerinnesohlenbreite (nGSB) und der Natürlichkeit des Gewässers ermittelt:

Natürliche Gerinnesohlebreite (nGSB) Gewässerraumbreite

- Kleiner als 2 m

- 11 m

- 2 bis 15 m

- 2.5 x nGSB + 7 m

- Grösser als 15 m

- eGSB* + 30 m (mind. 45 m

(* eGSB = effektive Gerinnesohlebreite)

Bei Fliessgewässern im Wald und bei eingedolten oder künstlich angelegten Gewässern ausserhalb des Baugebietes wurden keine Gewässerräume ausgeschieden.

Festlegung des Gewässerraumes in überbauten Gebieten
Im Zonenplan wurden bereits dicht überbaute Gebiete entlang von Gewässern ausgeschieden. Für diese Gebiete wurden reduzierte Gewässerräume festgesetzt. Die Gemeinde sichert sich dadurch die Planungssicherheit für Grundeigentümer im Sinne der Siedlungsentwicklung nach innen.

Für Oberhünigen wird das Siedlungsgebiet entlang des Bärbaches im Bereich Lochmatt augeschieden. Für das dicht überbaute Gebiet am Bärbach wird die Gewässerraumbreite bei 5.5 m, je hälftig ab Gewässerachse festgehalten. Eine Reduktion ist nicht möglich, da es sich bereits um den minimalen Gewässerraum von 11 m gemäss übergeordneter Gesetzgebung handelt.

Aktueller Stand - weiteres Vorgehen
Die Planunterlagen lagen vom 30. August bis und mit 1. Oktober 2018 öffentlich zur Mitwirkung auf. Innerhalb dieser Frist sind keine Eingaben eingereicht worden. Die folgenden Planunterlagen wurden deshalb dem Amt für Gemeinden und Raumordnung zur Vorprüfung weitergeleitet:
Zonenplan Nord Gewässerräume
Zonenplan Süd Gewässerräume
Revision Baureglement
Erläuterungsbericht (informativ)

Anschliessend werden sie später nochmals öffentlich aufgelegt. Sie werden im Anzeiger, auf unserer Homepage und im Infoblatt Oberhünigen über das weitere Vorgehen informiert.

Kontakt

Gemeindeverwaltung Zäziwil / Oberhünigen
Bernstrasse 1
3532 Zäziwil

+41 31 710 33 33

+41 31 710 33 34

E-Mail schreiben

Öffnungszeiten

Montag 08.00 - 11.30 14.00 - 18.00
Dienstag 08.00 - 11.30 14.00 - 17.00
Mittwoch 08.00 - 11.30 geschlossen
Donnerstag 08.00 - 11.30 14.00 - 17.00
Freitag 08.00 - 14.00 durchgehend
 

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